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Hochwertige Sanierung und Erweiterung des großen Krüppelwalmdaches und der Schindelholzfassade, ergänzt um GUTEX Holzfaserwärmedämmung im neuen Dach- und Wandaufbau.

Zur Zukunftssicherung entschied sich die Inhaberfamilie des erfolgreich geführten Gasthauses mit Pensionsgästen für einen umfassenden Umbau und Ausbau des zuletzt im Jahre 2001 erweiterten Gebäudes. Insbesondere neue luxuriöse Übernachtungsmöglichkeiten und eine Wohlfühl-Oase im großzügigen Dachgeschoss sollten entstehen. Die Baumaßnahmen starteten im Frühjahr 2012 und werden zur Wintersaison 2012-2013 abgeschlossen sein. In der Bauzeit wird das Gebäude um rund 450 qm erweitert. Die neuen oder neu gedämmten und holzverschindelten Außenwände haben eine Fläche von rund 530 qm. Der Dachstock ist auf einer Fläche von 585 qm komplett neu aufgebaut und um ein Stockwerk ergänzt worden. Nach Westen entstand ein neuer Anbau in Holzrahmenbauweise. Der Wellnessbereich ist im obersten Dachgeschoss integriert.

Feste Wurzeln in der Region
Die traditionsreiche Gaststätte mit Pensionsgästen ist sehr heimatverbunden. Alle an der Erweiterung und Sanierung des großen Gebäudes aus dem Jahre 1860 beteiligten Handwerksbetriebe kommen aus der näheren Umgebung. Auch die ausgewählten ökologischen Baustoffe und Zimmereinrichtungen stammen aus dem Schwarzwald, ebenso das zum Bauen verwendete Holz.

Das passt auch zur neu erworbenen Auszeichnung als „Naturpark-Hotel“ des Naturparks Südschwarzwald. Bisher haben seit Juli 2012 lediglich 14 Betriebe dieses Prädikat erhalten. Daher ist Familie Goos zu recht stolz auf diese Auszeichnung. In der Küche des Gasthofs stehen regelmäßig regionale Gerichte zur Auswahl. Der Einkauf der Zutaten erfolgt, wenn möglich, ebenfalls aus der Region. Dieses Zusammenspiel der ortsansässigen Betriebe und die gemeinsame Zukunftssicherung sind in der Gemeinde und beim Gasthof Schwarzwaldhaus fest verankert. Gerade die dritte Generation im Betrieb soll einen guten Start bekommen. Daher haben sich Großeltern und der derzeitige Inhaber für den umfangreichen Ausbau und Umbau entschieden.
„Die Gäste werden anspruchsvoller. Sie suchen attraktive Relax- und Wellnessmöglichkeiten ergänzend zu einem erlebnisreichen Freizeit- und Kulturangebot,“ meint Frau Goos aus der Erfahrung der letzten Jahre. Moderne Technik, gehobene attraktive Ausstattung und ursprüngliche Gemütlichkeit ergänzen sich zu einem perfekten Urlaubserlebnis.

Ökologische Baustoffe aus Holz im Vordergrund
Die Verbundenheit zur Natur des Schwarzwaldes und umweltbewußtes Handeln gehören für Familie Goos untrennbar zusammen. Bei den Baumaßnahmen kam daher sehr viel Holz aus dem Schwarzwald zum Einsatz.
Das bestehende Walmdach wurde komplett geöffnet und abgebaut. Ein Holzrahmenbau erneuert und erweitert das Dach um eine Etage. Das Team vom Schwarzwälder-Natur-Haus plante und realisierte in Zusammenarbeit mit der regionalen Zimmerei, Holzbau Bruno Kaiser GmbH, die Dachneustrukturierung und den neuen Holzrahmenanbau im Osten des Gebäudes. Die riesige Walmdachfläche ist neu mit der Aufdachdämmplatte GUTEX Ultratherm, der regensicheren Unterdeckplatte aus Holzfasern, perfekt gegen Witterungseinflüsse geschützt. Ergänzt wird das Dämmpaket im Dach durch eine Einblasdämmung zwischen den Sparrren. „Insbesondere aufgrund des sehr guten Hitzeschutzes im Sommer war es uns wichtig, GUTEX Holzfaserdämmplatten im Dach- und Wandaufbau einzusetzen“, sagt Bernhard Kübler vom Schwarzwälder-Natur-Haus.

Die Wandelemente entstanden in der Vormontage und wurden auf der Baustelle zusammengefügt. Dies ermöglicht eine exakte Verarbeitung und zeitsparenden Aufbau auf der Baustelle. Auf den Wandelementen ist die Fassadendämmplatte GUTEX Multitherm bereits angebracht. GUTEX Holzfaserdämmung besteht zu 100% aus Schwarzwaldholz und wird in der Nähe von Bernau produziert. Bereits seit 80 Jahren stellt GUTEX Dämmplatten aus Schwarzwaldholz her. Die enge Bindung zur Region und zu den ortsansässigen Sägewerken und Zimmereien prägt auch dieses Unternehmen. Die Produkte sind baubiologisch durch das Natureplus-Qualitätssymbol ausgezeichnet.

Bis auf den erst 2001 neu errichteten Anbau im Westen, werden alle Fassaden des Gebäudes neu gedämmt und mit traditionellen Fichtenholzschindeln „Schwarzwälder Rückendeckung“ versehen. Darunter ist ebenfalls die Holzfaserdämmplatte, GUTEX Multitherm, als sommerlicher Hitzeschutz und vor allem als Kälteschutz in den klirrenden Wintern im Bernauer Hochtal angebracht.

Da das Naturhotel seine Ursprünge in einem landwirtschaftlichen Betrieb mit kleinem Lebensmittelgeschäft hat, gehören noch weite landwirtschaftliche Flächen und Waldstücke zum Anwesen dazu. Im eigenen Wald wird noch Holz gemacht. Dieses dient zur Versorgung der Holzhackschnitzelheizung, die als Heizenegie und zur Warmwassererzeugung genutzt wird.

Einrichtung und Wellness-Landschaft mit edlem Holzflair
Das Schwarzwaldhaus kann zukünftig Gäste in 18 Zimmern, inkl. 5 Suiten, darunter eine Wellnesssuite und eine großzügige Familiensuite, beherbergen. Die Inneneinrichtung der Zimmer kommt ebenfalls aus der Region. Viel Wert legte Familie Goos auf die Auswahl der Baupartner, die eine dem Haus entsprechende regionale Philosophie leben.
Die „Panorama-Wohfühl-Oase“ ist im großen offenen Dachstuhl mit Holzoptik und sechs 1,6 m langen, schrägen Dachfenstern mit Bergaussicht gestaltet. Den Gästen steht eine Bio- oder Finnische Sauna und ein Bergkräuter-Dampfbad zu Verfügung. Zusätzlich gibt es Infrarot- und Tiefenwärme sowie Massage- und Kosmetikanwendungen. Besonderheit: Sauna und Infrarotkabine verfügen über Panoramo-Fenster, so dass beim Relaxen die schöne Landschaft beruhigend aufgenommen werden kann.

Sanierung im Untergeschoss und Installation einer Brandmeldeanlage
Die Herausforderungen liegen oft im Detail. Viel Energie und Baufachwissen steckt oft in den weniger sichtbaren Veränderungen. Im Untergeschoss wurden neue Sozialräume für die Mitarbeiter inkl. neuer sanitärer Anlagen eingerichtet. Waschküche, Wäschelager und Küche konnten vergrößert werden. Insbesondere die Installation der neuen Brandmeldeanlage entsprechend der neuesten Brandschutzauflagen in Holzhäusern war knifflig. Optisch weniger schöne Fluchtwege und Außentreppen dienen der Sicherheit der Gäste.

Schmeck den Schwarzwald
Die gute regionale Küche mit abwechslungsreichem Programm ist nicht nur bei den Hausgästen beliebt. Auch Ortsansässige und weiträumig regionale Feinschmecker kehren regelmäßig im Gasthof ein. Die ersten Hausgäste beziehen ab 15. Dezember 2012 die neuen Räumlichkeiten und erkunden das umfangreiche Wellnessangebot.

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Bauherrschaft:
Familie Goos, Inhaber Gasthof Schwarzwaldhaus in Bernau,
Am Kurpark 26, 79872 Bernau im Schwarzwald, www.schwarzwaldhaus-bernau.de

Entwurf und Planung:
Schwarzwälder-Natur-Haus, Herr Dipl.-Ing. Bernhard Kübler,
Friedrichstr. 6, 79761 Waldshut-Tiengen, www.natur-haus.com

Wärmeschutz:
eFBe Energieberatung, Dipl.-Ing. F. Beising, Hörnlebergstr. 2, 79664 Wehr

Holzbau, Bedachung, Fassade:
Holzbau Bruno Kaiser GmbH, Gewerbegebiet Gässle 7, 79872 Bernau, www.bruno-kaiser.de

Fenster:
Frommherz Willi Möbelwerkstätte und Fensterbau, Gatterweg 11, 79682 Todtmoos

Zimmereinrichtung:
BAUR WohnFaszination GmbH, Gewerbegebiet Tiefenhäusern 2, 79862 Höchenschwand, www.baur-bwf.de

Dämmung:
GUTEX Holzfaserplattenwerk, H. Henselmann GmbH Co KG, Gutenburg 5, 79761 Waldshut-Tiengen, www.gutex.de

Photos:
Udo Ehrenfeuchter, Schwarzwälder-Natur-Haus, GUTEX Holzfaserplattenwerk

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Eckdaten:
Erweiterung, Umbau und Sanierung eines Gasthofs aus dem Jahre 1860

Der urige Schwarzwaldstil bleibt trotz umfangreicher Dachaufstockung, Anbau und Erweiterung im Untergeschoss erhalten bzw. wird sogar noch mehr unterstrichen. Es bleibt ein Haus mit familiärer Gastlichkeit und Gemütlichkeit allerdings mit neuem Wellness- und Erholungspotential.
Der Betrieb ist EMAS zertifiziert und arbeitet im aktiven Dialog mit Mitarbeitern und Öffentlichkeit fortlaufend an einer Verbesserung seiner Aktivitäten hinsichtlich Umweltschutz und Innovationskraft.

Gebäudenutzfläche: 1.370 m2, inkl. 450 m2 neue Fläche

Endenergiebedarf QE: 398.129 kWh/a
Jahres-Heizwärmebedarf: 230.345 kWh/a

Primärenergiebedarf QP
: 82 KWh/ m2a

Konstruktionsangaben:

Dachaufbau Neubau von außen nach innen U-Wert = 0,19 W/m2K:
– Tondachziegel, Creaton Domino wie Bestand
– Traglattung, 30 mm und Konterlattung, 40 mm
– Schalungsbahn, diffusionsoffen
– GUTEX Ultratherm® Holzfaserdämmplatte, N+F 60 mm stark
– Kontersparren ca. 200 mm, voll gedämmt mit Zellulose 8/20 cm
– Dampfbremse-Ebene
– N+F Sichtschalung 19 mm
– Sichtsparren

Außenwandaufbau von außen nach innen U-Wert = 0,24 W/m2K:
– Holzschindelverkleidung mit Schwarzwälder Rückendeckung
– Lattung 30 mm, Konterlattung 40 mm
– GUTEX Multitherm® Holzfaserdämmplatte 40 mm stark
– Gipsfaserplatte 12,5 mm, Klebefuge oder gespachtelt
– Gipsfaserplatte 12,5 mm
– Konstruktion 160 mm, teilweise mit Streben
– Mineralfaserdämmung 160 mm (aus Brandschutzgründen)
– Gipsfaserplatte 12,5 mm
– Gipsfaserplatte 12,5 mm, Klebefuge oder gespachtelt
– Dampfbremse, Stöße, Durchdringungen verklebt
– Installationsebene, Lattung, 60 mm mit Steinwolle gedämmt
– Gipsfaserplatte 12,5 mm

Dreifach-verglaste Fensterfläche
– Holzfenster 150 m2
– U-Wert für das ganze Fenster von 1,0 W/m2K,

Heizungskonzept Energieträger
– Biomasse-Heizkessel von 2007 – Nennleistung 100 kW
– Holzhackschnitzel (aus dem eigenen Wald)
– Der Kessel dient gleichzeitig der Warmwassererzeugung.

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