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Grundlegende Sanierung eines Forst-Holz-Hauses von 1926

Der Grundgedanke bei der Sanierung war, möglichst viel Altes zu bewahren und den Charakter des Hauses zu belassen. Daher ging die Baufamilie zuerst von einer Innendämmung aus. Die befragten Malerfachbetriebe stellten die Umsetzbarkeit der Wiederherstellung der Holzfassade in Frage. Wenn, dann wäre diese nur mit unverhältnismäßig viel Aufwand zu realisieren gewesen. In folgenden Gesprächen mit Energieberater, Architekt und Dämmspezialist fiel dann die Entscheidung für eine zweischichtige GUTEX Dämmung der Fassade von außen. Dafür durften die schönen Holzinnenwände bleiben. Lediglich in Bereichen der elektrischen Neuverlegung fanden Veränderungen statt.

Neue hinterlüftete Holzfassade

Die Abrissarbeiten von Teilen der Außenwand mussten stückweise stattfinden, da der Holzaufbau auch tragende Funktion erfüllte. Die Entscheidung für die Entfernung der alten Holzschalung stellte sich als Glücksfall heraus. Die Bretter waren z. T. stark verwittert bzw. morsch. An einigen Stellen war es sogar notwendig neue Balken und Träger einzubinden.

Zur Dämmung klemmten die Zimmerleute die elastische Holzfaserdämmplatte GUTEX Thermoflex® in die entstandenen Gefache ein. Die flächige Aufbringung von OSB-Platten übernimmt einerseits statische Funktion und dient gleichzeitig als Luftdichtung. Als zweite Dämmebene kam GUTEX  Multitherm®, die Dämmplatte für hinterlüftete Fassaden, zum Einsatz. Dieser hoch diffusionsoffene Holzaufbau sorgt für ein gutes Raumklima, besten ­Hitzeschutz und eine gute Wärmedämmung im Winter. Abschließend soll wieder eine schöne, unbehandelte Holzschalung das Haus schmücken.

Neuer Dachaufbau

Besonders im 50° steilen Dach war eine grundlegende Sanierung notwendig. Die Baufamilie wollte auch hier möglichst viel Holz verwenden. Zumal die Holzfaserdämmung im Dach einen besonders hohen Hitzeschutz im Sommer bietet, weil der Dämmstoff die höchste Wärmespeicherkapazität unter den Dämmstoffen besitzt. So erreicht der neue Dachaufbau mit GUTEX Thermoflex® in 140 mm Stärke und der Aufdachdämmplatte GUTEX Ultratherm® in 100 mm Stärke eine Phasenverschiebung von 14,1 Stunden. D.h. in den Schlafräumen unterm Dach kommt erst mit einer Zeitverzögerung von 14,1 Std. ein geringer Teil der Mittagshitze an.

Zur Erhöhung der Tragkraft des Daches mussten einige Balken erneuert und Stützstreben verstärkt werden. Die Biegung des Daches kann allerdings nicht mehr rückgängig gemacht werden. Die Verstärkung dient lediglich der Stabilisierung auf dem bestehenden Niveau. Aufgrund des sehr steilen Daches wurde auch hier abschnittweise gearbeitet. Die Dämmplatte GUTEX Ultratherm® ist mit ihrer exakten Nut- und Federverbindung besonders genau und schnell verlegbar. So konnten die einzelnen Teilstücke direkt mit dampfdiffusionsoffener Folie und Lattung fertiggestellt werden. Zum Abschluss wurde in einem Tag das Dach mit Tonziegeln eingedeckt.

Holzdecken zwischen Keller und Erdgeschoss

Wie so oft in älteren Häusern ist der Keller nicht 100 % trocken. Außerdem sind die Außenwände zum Erdreich schlecht gedämmt. Um hier ein Aufsteigen der Kälte von unten in die bewohnten Räume zu vermeiden, entschied die Baufamilie sich für eine zusätzliche, zweilagige Dämmung an der Kellerdecke. Zwischen die Balkenlagen kam GUTEX Thermoflex® in 60 mm Stärke und direkt im Anschluss GUTEX Multitherm®, 100 mm. Die kapillare Aktivität der Holzfaser sorgt für eine gleichmäßige Verteilung möglicher Feuchtigkeit im Dämmstoff. Zudem kann die Holzfaserdämmplatte bis zu 15 % ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne an Dämmwirkung zu verlieren.

U-Wert Dach vor der Sanierung: 2,36   W/m2K

U-Wert Dach nach der Sanierung: 0,17   W/m2K

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